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Terranische Raumschiffe

Polyport-Hof
GALILEO

Am 29. Mai 1403 NGZ wurde von Explorern der Liga Freier Terraner im Ortungsschatten-Orbit um die Sonne Lashu-12a ein Objekt entdeckt, das von den Fachleuten schließlich als Transporthof der Halbspur-Changeure identifiziert werden konnte, obwohl es stark von den auf der Stoßimpuls-Generator-Plattform ZEUT-80 gese­henen Anlagen abwich.

Der Transporthof wurde von einem PONTON-Tender ins Solsystem zum Saturn geschafft. Experten stellten an Hand dürftig übersetzter Splitter einer unbekannten Sprache fest, dass die eigentliche Bezeichnung Polyport-Hof lautete. Zu seiner Erforschung wurde das streng geheime »Projekt Saturn« ins Leben gerufen - der Beginn kostspieliger und langwieriger Forschungen. Eine undurchsichtige Prallfeldkuppel und eine Wachflotte von hun­dert DIANA-Kreuzern übernahmen die Abschirmung.

Der GALILEO genannte Polyport-Hof ist das Produkt einer völlig unbekannten, faszinierenden Hochtechnologie. Große Bereiche der Station sind auf der Basis von Ultra-Hightech konstruiert, die das Wissen und die Fähigkeiten terranischer Technologie (noch) weit übersteigen. Die gemeinsamen Grundlagen von BLEU RIMBER und GALILEO sind jedoch unverkennbar.

Beide gehören zum sogenannten Polyport-Netz, einem System vergleichbarer Stationen und deutlich größerer Distribut-Depots in mindestens elf Galaxien. Als ursprüngliche Erbauer gelten die Anthurianer. Nach bisherigen Erkenntnissen diente das Polyport-Netz friedlichen Zwecken - dem Austausch von Waren, Individuen und Ideen.

 

Technische Daten:

GALILEO entspricht im Aufbau zwei quadratischen Tellern mit abgerundeten Ecken, die mit den offenen Seiten aufeinandergelegt sind. Die Seitenlänge beträgt 2580 Meter, die größte Dicke indes nur 202 Meter. Der Rumpf hat die Farbe von hellem Bernstein mit einem edel wirkenden Schimmer. Die Hauptkorridore sowie große Teile des Stationsinneren zeigen ebenfalls diese charakteristische Färbung. Die obere Tellerhälfte weist eine 1420 Meter durchmessende, kreisrunde »Sichthaube« aus einem transparenten, hochfesten Material auf. Darunter befindet sich das Transferdeck mit einer lichten Hallenhöhe von 102 Metern. Die vier energetischen, bläulich schimmernden Röhren der Transferkamine erreichen jeweils 50 Meter Durch­messer. Sie kreuzen sich jedoch nicht im Zentrum, sondern münden auf einen freien Platz von 200 Metern Durchmesser - Zentraler Verladeplatz genannt.

Zum Rand des Transferdecks hin verblassen die Röhren und verlaufen scheinbar ins Nichts bzw. in einem hö­hergeordneten Kontinuum. Es wird angenommen, dass die Transportkamine auf einer sechsdimensionalen Basis konstruiert sind. Im aktiven Zustand wechselt ihre Farbe von Blau nach Rot. Objekte bewegen sich im Röhreninneren mit einer subjektiven Geschwindigkeit von etwa 30 km/h und sind für etwa zehn Sekunden sichtbar.

Am Rand des Verladeplatzes gibt es ein schockorangefarbenes Schaltpult auf einem kreisrunden, zehn Meter durchmessenden und nur fünf Zentimeter hohen Podest. Es entstammt nicht der Technologie des Polyport-Hofes, sondern wurde nachträglich von den Halbspur-Changeuren errichtet.

 

Legende:

  1. 100-Meter-KreuzerderDIANA-Klasse

  2. Transportschächte für Schnelltransporte durch den Polyport-Hof

  3. Wohn- und Lebensbereiche von Gästen und Be­satzung

  4. Lebenserhaltungssysteme

  5. wahrscheinlich Primärkraftwerke (acht Stück in vier Zweiergruppen)

  6. wahrscheinlich große Felderzeugereinheit des 6-D-Systems

  7. wahrscheinlich großer Energiewandler (vier Stück)

  8. wahrscheinlich Energiespeichereinheiten (umlau­fend)

  9. großer Frachtraum (vier Stück) 

  10. 6-D-Komponente des Transportsystems, wahr­scheinlich ein Feldstabilisator

  11. offene Schleuse mit landendem DIANA-Kreuzer

  12.  Vorbau mit Schleusenzugang zu einem der vier großen Frachträume

  13. Zentraler Verladeplatz

  14. Transferkamin

  15. wahrscheinlich Sekundärkraftwerke (ebenfalls acht, aber mit unterschiedlich strukturierter Peri­pherie)

 

Legende: Andreas Weiß