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Silberkugel

Allgemeines:

Silberkugeln sind ausgesprochene High-Tech-Produkte der Oldtimer/Querionen/Erranten. In vielerlei Hinsicht entsprechen sie den seinerzeit mit dem Begriff Lichtzelle ziemlich verharmlosend umschriebenen Ritterschiffen, die als perfekteste und wunderbare Raumschiffe galten. Konstruktionsmerkmal ist die Verwendung von strukturverdichteter, feldstabilisierter Hyperenergie – eine dem Strukturon der Hathor vergleichbare Materieprojektion.

 

Das Innere sowie die Gesamtgröße der Silberkugeln sind so gestaltet, dass eine grundsätzliche Soll- und Kann-Funktion erfüllt ist, während der eigentliche Ist-Zustand im höchsten Grad variabel bleibt. Das heißt, abgesehen von der materieprojektiven Silberkugel an sich und zahllosen in ihre Hülle integrierten, miniaturisierten und meist mit Erweiterungsbereichen in Form von Hyperraumblasen-Ausstülpungen versehenen Projektoreinheiten ist nichts als endgültig und stabil anzusehen.

Je nach Bedarf, Anforderung oder Problemstellung können Materieprojektionen erzeugt und wieder aufgelöst werden. Hochwertige Masse-Energie-Pendler formen festmaterielle Objekte auf der Basis von Vorgabeprogrammen. Dank der integrierten Hyperzapfer ist es sogar möglich, Aggregate – oder was auch immer – scheinbar »aus dem Nichts« entstehen zu lassen. Dabei ist es belanglos, ob es sich um Nahrung, Luft, Wasser oder um ein hochkomplexes Gerät handelt – sofern die Daten über Fein- und Grobstruktur vorliegen, wird es in kürzester Zeit hergestellt.

 

Silberkugeln werden in der Regel als Raumfahrzeuge genutzt und liegen in verschiedenen Ausführungen vor. Die kleinsten, denen die Terraner je begegnet sind, erreichten im Ruhezustand etwa die Größe eines Tischtennisballes und waren silberne, an einen übergroßen Quecksilbertropfen erinnernde Objekte.

Die acht im Stardust-System gefundenen Silberkugeln durchmessen im Ruhemodus neun Meter und können im Aktivmodus einen Durchmesser von maximal 1280 Metern erreichen.

 

Die Energieversorgung wird durch permanente Hyperzapfung aus dem übergeordneten Kontinuum sowie dem natürlichen Psionischen Netze in redundanter Dreifachauslegung sichergestellt. Die Zwischenpufferung erfolgt in Kombination mit sechs Trafitron-Wandlern zur weiteren Nutzung der Zapfenergie.

 

Ihre Außenhaut schließt die Silberkugel quasi in ein eigenes Universum ein. Feste Materie wird, dem Strukturlaufen von Paddlern, Erranten und Metaläufern vergleichbar, problemlos durchquert – und das, ohne tatsächlich in den Hyperraum eindringen zu müssen. Neben anderen Möglichkeiten auch eine hervorragende Tarnung. Im erweiterten Tarnmodus kommen eine optische Unsichtbarkeit sowie die hochgradige Antiortungswirkung samt Eigenemissionsabsorption hinzu.

 

Zwölf Trafitron-Triebwerke dienen der Sublicht- wie Überlichtfortbewegung; Letzteres ist ein Flug durch den Hyperraum mittels einer in sich geschlossenen und beliebig vektorierbaren Hyperblase (Trafitron-Blase).

 

In der Zeichnung dargestellt ist eine »Stardust«-Silberkugel, ausgerichtet auf ein terranisches Besatzungsmitglied. Zu sehen ist der Kernbereich, der in Größe und Struktur genauso komplett variabel ist, sowie ins Schiffsinnere »ausgelagerte« Aggregate. Wie in den rechts ausgegliederten Einzeldarstellungen erkennbar, bleiben teils ausgedehnte Komponenten in ihrer Hypereinbettung und werden dort angesteuert und genutzt. Die Einbindung in eine klare Deckstruktur kann dadurch entfallen.

Zur Steuerung verschmilzt der Pilot aufgrund paramechanischer Erfassung und informeller Interaktion mental mit dem in die Gesamtstruktur der Silberkugel integrierten Rechnernetz. Die Steuerung ist auf eine Ein-Personen-Konfiguration ausgelegt und erfolgt mental durch Gedankenbefehle – ähnlich wie bei einer SERT-Haube, allerdings deutlich leistungsfähiger und nicht auf Emotionauten beschränkt. Rückmeldungen entstehen ebenfalls direkt im Bewusstsein des Piloten. Entsprechend der grundlegenden Variabilität kann der Pilot selbstverständlich auch akustische Kommunikation und dergleichen nach eigenem Gutdünken konfigurieren.

 

Technische Daten:

Beschleunigung:                   max. 1230 km/s2 beim Trafitron-Sublicht-Antrieb durch »hyperphysikalischen Rückstoßeffekt« (TS-Antrieb oder TS-Beschleunigung)

Eintrittsgeschwindigkeit:     mindestens 25 % der Lichtgeschwindigkeit

Überlichtfaktor:                     max. 235 Millionen mit beliebiger Etappenlänge des Überlicht-Antriebs (Triftron-Modus)

Defensivbewaffnung:           konventionelle Schutzschirme, Hyperkavitation durch Kompritorm-Effekt, Kompritormschirm, Pedopolschirm

Offensivbewaffnung:            24 Trafitronwerfer (Primärwaffen – dienen der Erzeugung von Strukturrissen ähnlich wie bei Paratron-Werfern; die »Kernschussweite« des Ableitungs-Aufrisses liegt bei ca. 12 Mio. km, maximale Aufrissgröße 20 km)

8 Hyperpulsstrahler (Sekundärwaffen – entsprechen in der Nahbereichsdistanz bis ca. 300.000 km je nach eingestelltem Modus der Strahlwirkung eines Thermostrahlers, eines Desintegrators oder eines Paralysators)

Legende:

  1. Bordrechner-Netzwerk

  2. Hilfskraftwerk (darüber ein Projektor für einen konventionellen Schutzschirm)

  3. Zentrale

  4. Hilfskraftwerk wird generiert

  5. ins Schiffsinnere ausgelagerter kleiner Materie-Energie-Pendler

  6. Lebenserhaltungssysteme

  7. teilweise ins Schiffsinnere ausgelagerter Trafitron-Antrieb

  8. teilweise ins Schiffsinnere ausgelagerter Trafitron-Wandler

  9. Hyperzapfer (3 Stück)

  10. Trafitronwerfer (24 Stück)

  11. Materie-Energie-Pendler

  12. Kompritormlader (6 Stück)

 © Zeichnung: Andreas Weiß; Text: Andreas Weiß und Rainer Castor