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Terranischer
Amphigleiter

Diese diskusförmige Konstruktion mit 50 Metern Durchmesser und etwa 20 Metern Höhe ist das bevorzugte Fahrzeug für Erkundungsunternehmungen in flüssigen Medien. Es stellt ein mobiles Laboratorium für die verschiedensten Forschungsdisziplinen (u.a. Geologie, Geophysik, Biochemie, Biologie) dar, die jeweils nach Mission individuell konfiguriert werden können. Sowohl in der terranischen Explorerflotte, diversen nicht-staatlichen Forschungseinrichtungen als auch in der privaten Industrie werden die verschiedensten Varianten des Amphigleiters benutzt.

Die dargestellte Konstruktion zeigt das aktuelle Modell der Explorerflotte, ausgelegt für eine Schiffsführung von fünf Personen, mehreren Dutzend Robotern und bis zu 26 Wissenschaftlern über eine Missionsdauer von sechs Monaten.

Der Amphigleiter wurde so konzipiert, dass er aus einem im niedrigen Orbit befindlichen Raumschiff abgesetzt, eigenständig eine planetare Oberfläche erreichen, in verschiedensten Flüssigkeiten tauchen und sich fortbewegen sowie anschließend in den Orbit zurückkehren kann.

Unter Einsatz eines modifizierten Gravo-Jet-Triebwerks und eines Kontur-Prallfeldschirms erreicht der Gleiter im getauchten Zustand eine normale Marschgeschwindigkeit von etwa 60 km/h und widersteht Drücken von 100 MPa (entsprechend 1000 bar bzw. etwa 10.000 Metern Tauchtiefe unter irdischen Verhältnissen). In gasförmigen Atmosphären werden etwa 1500 km/h per Gravo-Jet-, die Orbitgeschwindigkeit bis ca. 28.000 km/h per Gravopuls-Triebwerk erreicht.

Der Amphigleiter ist von seiner Masse her mit einer Space-Jet der VENUS-II-Klasse vergleichbar. Die verfügbare Systemleistung beträgt 510 Gigawatt.

Legende:

  1. autarke Flug- und Tauchdrohne; Verwendung zur erweiterten Ortung und Erkundung (insgesamt zwölf)
  2. Steuerbordschleuse
  3. Turm mit Teleskopsäule für Hyperfunkanlage, Ortungs- und Aufnahmegeräte; darunter Deck 6 mit Magazinen und Deck 5 mit Hangar für Servo- und Medoroboter
  4. Gestarteter Flugkörper »Dolom-N«, an Bewegung in flüssigen Medien adaptierter Standard-Flugkörper der LFT-Flotte; Verwendung entweder als Sonden- oder Waffenträger
  5. Buggeschütz (Desintegrator bzw. Paralysator); zweites Geschütz am Heck
  6. Bug-Sensorleiste für Ortung und Tastung
  7. Deck 4, Zentrale; diese dient zudem als absprengbare Notfall-Kapsel – dahinter, nicht sichtbar: Messe und Medostation
  8. Deck 4, Haupthangar mit Gravotrak-Verankerungssystem und -Kran zur Aufnahme von verschiedenen Beibooten, Großlasten, Messbojen etc.
  9. Deck 1, Werkhalle für Roboter, Rüstraum für Außenoperationen, große Schleuse und verschiedene Labortrakte
  10. Backbord-Projektor und Generator für Prallfeld
  11. kombiniertes Tiefen- und Querruder Bug-Backbord
  12. Kufen-Landegestell
  13. Bilgendeck mit Bohrstation für autarken Desintegrator-Bohrkopf für Tiefenbohrungen bis 20 Kilometer Gesteinstiefe; außerdem Sauerstoff-Vorratstanks
  14. Deck 1 und 2, Quarantänetrakte mit Safes für biologische Proben
  15. Deck 3 mit Transmitter; die jeweiligen Zwischendecks beinhalten das Lebenserhaltungssystem, Projektoren der künstlichen Bordschwerkraft und Andruckabsorber
  16. Deck 5 und 6, Kabinensektionen
  17. Deck 1 und 4, Tauch-Ballasttanks; dazwischen Deck 2 und 3 mit Antigravgeneratoren
  18. Hangar und Wartungsstation für autarke Flug- und Tauchdrohnen (siehe 1)
  19. SOSTA-Projektor (sechzehn Kugel-Cluster)
  20. Beiboot Typ Amphi-Lab; Verwendung als externes Labor, Sammel- und Sondierungsfahrzeug
  21. modifiziertes Innenstrom-Gravo-Jet-Triebwerk (zwei)
  22. Gravopuls-Triebwerk (zwei) für Orbitalaufstieg in Kombination mit Antigrav (19)
  23. kombinierte Tiefen- und Querruder
  24. Sphärotraf-Kugelspeicher (zwei von acht)
  25. Hauptfusionsreaktor (zwei)

© Zeichnung & Text: Gregor Paulmann